18. Mai: Punkrock Solikneipe für das DemoZ in Ludwigsburg

Inmitten des Schillerviertel gelegen, kommen seit fast 30 Jahren Menschen im Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg zusammen, um sich dort auszutauschen, zu feiern, zu organisieren und sich jenseits parteipolitischer Programme ins gesellschaftliche Gemenge zu werfen, mal laut, mal leise, immer aber selbstorganisiert, selbstverwaltet und selbstbestimmt.

Am 5. Februar 1980 wurde das Demokratische Zentrum e.V. gegründet. Die sozialen Bewegungen der 70er/ 80er, Folgen der Revolte von 68, besonders die Anti-AKW-Gruppen, standen Patin bei der Vereinsgründung. Ohne Friedensbewegung, ohne Frauenbewegung, ohne Häuserbewegung, ohne Ökobewegung, ohne Internationalismusbewegung und ohne die Antifabewegung gäbe es das DemoZ heute nicht.

Durch Ärger mit einem Nachbarn und dadurch mit der Stadtverwaltung müssen nun bauliche Änderungen vorgenommen werden, welche tausende Euro verschlingen, zudem läuft der Betrieb seit Monaten nur eingeschränkt. Trinkt daher leckere Cocktails, hört guten Punkrock und spendet all euer Geld zugunsten des DemoZ!

Beginn: Freitag, 18.5.12 um 19:30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus)

Infos: http://www.demoz-lb.de/intro/intro.htm

M31: Klage gegen Polizeikessel

kessel am allerheiligenplatz

M31-Kordination kritisiert mediale Stimmungsmache und kündigt Klage gegen Polizeikessel an

Anlässlich der von Frankfurter Polizei für das nächste Wochenende ausgesprochenen Stadtverbote für fast 500 Menschen, deren Personalien im Zuge der antikapitalistischen Demonstration am 31. März aufgenommen wurden, sowie der Internet-Fahndung nach „mutmaßliche ZeugInnen“ der militanten Aktionen an diesem Tag, hat die Sprecherin des lokalen M31-Bündnisses, Leonie Steinberg, scharfe Kritik am Vorgehen der Polizei geäußert.

Gegen die stundenlange Einkesselung von hunderten DemonstrantInnen kündigte die Sprecherin des antikapitalistischen Bündnisses zudem eine Klage vor dem Verwaltungsgericht an. Steinberg erklärte dazu: „Die Frankfurter Polizei hat in ihrem Kriminalisierungseifer gegenüber linken Demos nun offenbar endgültig jedes Maß verloren. Die Unschuldsvermutung wird außer Kraft gesetzt und die Opfer eines rechtswidrigen Polizeikessels, darunter unbeteiligte Passantinnen und BewohnerInnen Frankfurts, werden für ein ganzes langes Wochenende mit einem faktischen Stadtverbot belegt. Zeitgleich veröffentlicht die Polizei sogar auf Facebook einfach Fotos von DemoteilnehmerInnen und Passanten und hofft auf willige Denunzianten. Dieses völlig unverhältnismäßige Vorgehen reiht sich nahtlos in die Einsatzstrategie vom 31.März und die nachfolgende, systematische Irreführung der Öffentlichkeit ein“. Bezüglich des Kessels erklärte die Sprecherin, dass die Polizei am 31. März wahllos Demonstration-TeilnehmerInnen eingekesselt und sie teilweise über 9 Stunden auf offener Straße in der Kälte stehen lassen habe. „Das war eindeutig rechtswidrig. Um die Mindestbedingungen bürgerlicher Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen und der Repression entgegen zu treten, werden wir gegen die Einkesselung Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen“, so Steinberg weiter.

Leider sei die Eskalationsstrategie der Polizei bisher von einem Großteil der Medien unterstützt worden – unter anderem in dem die falschen oder grob verzehrten Darstellungen der Polizei weitgehend unhinterfragt übernommen wurde. Zu dieser „medialen Stimmungsmache“ erklärte Steinberg: „Egal wie man zur Militanz im Einzelnen steht, lässt sich doch insgesamt festhalten: Entgegen der medialen Darstellung der Ereignisse waren die militanten Aktionen am 31. März nicht wahllos, sondern haben sich zum aller größten Teil gegen Orte und Symbole der autoritären Krisenverwaltung gerichtet. Zudem ist ein Großteil der Sachschäden erst nach der brutalen und rechtswidrigen Einkesselung hunderter DemonstrantInnen durch die Polizei entstanden“. Auch bezüglich der Attacke auf einen Verbindungsbeamten am Rande der Demonstration widersprach Steinberg der offiziellen Darstellung: „Wie wir inzwischen wissen ist die Darstellung der Schwere der Verletzungen des Beamten gelogen. Er war nie in Lebensgefahr, sondern nur aufgrund einer ‚unbekannten Flüssigkeit‘ und zur Beobachtung überhaupt auf der Intensivstation, die er danach direkt wieder verlassen konnte. Außerdem wurde seine Erstversorgung von Demosanitätern durchgeführt. All das weiß die Polizei – und die Presse hätte es heraus finden können, wenn sie denn richtig recherchiert hätte.“ Offensichtlich gehe es jedoch um die Diffamierung antikapitalistischer Proteste. Die M31-Koordination ruft daher dazu auf, die „Kriminalisierungsstrategie der Polizei“ ins Leere laufen zu lassen, die Zusammenarbeit zu verweigern und gegen die Stadtverbote sofort rechtlich vorzugehen. Dass ihre Darstellung der Ereignisse solange auf sich hat warten lassen, erklärte die Sprecherin mit der Dauer basisdemokratischer Abstimmungsverfahren.

Zur politischen Einschätzung der Militanz am 31. März sagte Steinberg: „Ziel unserer Demonstration war die Stilllegung der Baustelle um ein Zeichen gegen die deutsche Verelendungspolitik zu setzen – und nicht die Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es grenzt aber an politischen Autismus und offenbart eine obrigkeitsstaatliche Vorstellung sozialer Konflikte, wenn so getan wird, als würde die Wut auf die kapitalistischen Zustände, die sich am 31. März auch gezeigt hat, einfach vom Himmel fallen. Dass nach Jahren so friedlicher wie erfolgloser Proteste gegen die autoritäre Krisenpolitik und den regelmäßige Erfahrungen brutaler Polizeigewalt auf Demonstrationen die Gewalt ausnahmsweise mal nicht nur von der Polizei ausgegangen ist, kann doch niemanden ernsthaft überraschen. Wer wirklich eine Deeskalation möchte, der sollte aufhören über die Interessen von Menschen einfach hinweg zu gehen und vor allem endlich den Versuch einstellen, soziale Konflikte mit Polizeigewalt zu lösen. Das führt nur zu einer weiteren Eskalation – denn der Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik in Europa kann und wird schon aus Gründen der Verteidigung elementarer Lebensgrundlagen nicht klein beigeben. Das wird sich auch in den nächsten Tagen bei den Protesten von Blockupy Frankfurt zeigen“.

Abschließend wies Steinberg darauf hin, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft im Windschatten der Debatte über die Demonstration am 31. März die Ermittlungen gegen zwei gewalttätige Neonazis der „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ wegen Bedrohung und Körperverletzung zum Nachteil linker AktivistInnen „sang und klanglos“ eingestellt habe. Das zeige einmal mehr die „absurde Prioritätensetzung staatlicher Behörden in Frankfurt“. Bemerkenswert sei dabei, dass sich diese „skandalösen Zustände“ in der Schwarz-Grün regierten Stadt insgesamt immer noch auf die grundsätzliche Unterstützung der „selbsternannten Bürgerrechtspartei“ Die Grünen verlassen könnten. Daher gelte: „Sollte es am kommenden Woche erneut zu massiven Grundrechtsverletzungen kommen, tragen nicht zuletzt die Grünen dafür die politische Verantwortung“.

(Quelle:linksunten.indymedia)

»Das ist die Begleitmusik für Angst, Elend und Tod«

erschienen in der Tageszeitung jungeWelt (www.jungewelt.de) am 15. Mai 2012 - Aufruf zum Protest gegen ein Benefizkonzert der Big Band der Bundeswehr in München. Ein Gespräch mit Katharina Meyer-Ilse - Katharina Meyer-Ilse ist beim Anti­militaristischen Bündnis München aktiv Am Dienstag, den 22. Mai, gibt die Big Band der Bundeswehr auf dem Odeonsplatz in München ein Benefizkonzert. Es soll [...]

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Fire

(Das Mädchen weiß ganz tief drinnen, dass sie ein Recht hat auf ihre FEMALE CHOICE, ein Recht darauf, frei ihrer Lust und ihrem Begehren zu folgen. Sobald sie aber ihr eigenes Begehren dem begehrenden Jungen eingesteht, wird dieser -patristisch kultiviert- einen Besitzanspruch auf sie erheben. Da sie dieses vermeiden möchte, zieht sie es vor, ihr Begehren zu unterdrücken, um wenigstens ihre Freiheit zu behalten.

Aus Sicht des Jungen liest sich das so:)

Im driving in my car, I turn on the radio
Im pulling you close, you just say no
You say you dont like it, but girl I know youre a liar
`cause when we kiss, fire

Late at night Im takin you home
I say I wanna stay, you say you wanna be alone
You say you dont love me, girl you cant hide your desire

`cause when we kiss, fire

You had a hold on me, right from the start
A grip so tight I couldnt tear it apart
My nerves all jumpin actin like a fool
Well your kisses they burn but your heart stays cool

Romeo and juliet, samson and delilah
Baby you can bet their love they didnt deny
Your words say split but your words they lie
`cause when we kiss, fire

(Bruce Springsteen)
http://www.youtube.com/watch?v=d5PoIrcyd34

Blockupy Frankfurt – jetzt erst recht!

Vom 16.-19. Mai finden europäische Aktionstage in Frankfurt/Main statt. Die Protestaktionen richten sich vor allem gegen die Krisenpolitik der EU, die fortschreitende Verarmung und Entrechtung von Millionen Menschen sowie die schrittweise Aufhebung der parlamentarischen Demokratie einzelner Staaten zugunsten autoritärer Beschlüsse der Troika (aus Europäischer Zentralbank, EU und Internationalem Währungsfonds).
Beteiligt ist ein breites Bündnis an Organisationen und Zusammenhängen. Vertreten sind u.a. Occupy, Gewerkschaften und Linkspartei über Friedens-, Umwelt, Krisen- und antirassistischen Bewegungen bis hin zu antifaschistischen und linksradikalen Gruppen. Dementsprechend vielfältig und unterschiedlich sind die Forderungen: Sie reichen von Reformen innerhalb des bestehenden Systems (Bankenregulierung, Vermögenssteuern, Mindestlöhne etc.) bis hin zur Abschaffung von Staat und Kapitalismus als Ganzes.

Gerade durch die reformistischen Positionen vieler Gruppen des Blockupy-Bündnisses ist es wichtig, dass radikal emanzipatorische & libertäre Positionen in größere Teile der Gesellschaft getragen werden. Die aktuell vermehrt nach außen tretende Unzufriedenheit vieler Menschen hat dazu neue Spielräume eröffnet. Hier soll eine emanzipatorische und antikapitalistische Kritik unsererseits greifen, um Menschen dafür zu sensibilisieren.
Die bloße Restauration des Kapitalismus kann keine Option sein. Solange wir den Kapitalismus existieren lassen, werden wir weiterhin die Beherrschten sein, die ihre materiellen Bedürfnisse verfehlen. Beherrscht durch den kontinuierlichen Konkurrenzkampf aller gegen alle bekämpfen wir uns stattdessen selbst durch die geschaffenen Kategorien wie Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus u.a..
Die dem Kapitalismus innewohnende Forderung nach Wachstum sorgt jeden Tag für die Bedrohung und Zerstörung von Mensch und Natur. Themen wie Ökologie, Migration, und Krieg als vom kapitalistischen Staat getrennt zu betrachten und behandeln wird immer an dessen Grenze stoßen und damit das Ziel verfehlen. Eine Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen kann nur durch das Beenden der Herrschaft von Staat und Kapitalismus über uns erreicht werden!

Wir als liberäre Gruppe Karlsruhe rufen zur Beteiligung an den Aktionstagen im Mai auf.
Beteiligt euch an den Protestaktionen in Frankfurt!
Lasst uns den antikapitalistischen Widerstand verbreitern!

Von Karlsruhe werden mehrere Fahrmöglichkeiten nach Frankfurt angeboten:

  • Donnerstag, 17.5.12, Zugtreffpunkt um 15 Uhr / Hbf KA
  • Samstag 19.5.12: Busabfahrt um 9 Uhr / Hauptbahnhof Südausgang / Anreise zur Internationalen Großdemo                         

Anmeldungen und Kontakt: blockupy-karlsruhe(at)riseup.net

Wir sagen danke und machen weiter

“…Einen durchaus bemerkenswerten Aufschwung hatten anarchistische Gruppen zu
verzeichnen. Schon Ende August 2010 gründete sich das “Anarchistische Netzwerk
Südwest” als ein Zusammenschluss von “libertären bzw. anarchistischen
Gruppen und Einzelpersonen” aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-
Württemberg sowie aus Ostfrankreich und der Ostschweiz. Aus Baden-Württemberg
gehören diesem Netzwerk anarchistische Gruppen aus Freiburg, Mannheim, der Ortenau,
Karlsruhe, Ludwigsburg und Stuttgart an. Einzelne Gruppen wie das “Libertäre
Bündnis Ludwigsburg” gehören zugleich einem “Forum deutschsprachiger AnarchistInnen” (FdA/IFA) an.”

Quelle: Der heute erschienene Verfassungsschutzbericht 2011

Zusammenfassung zur Oktoberrevolution

Hier findet sich meine Zusammenfassung zur Oktoberrevolution und der Zeit davor und danach. Beginnend mit der Industrialisierung im Russland des späten 19. Jahrhunderts, über die Revolution von 1905, dem ersten Weltkrieg, der Februarrevolution und der Oktoberrevolution 1917, der Umbruchzeit davor und danach, dem russischen Bürgerkrieg, Kriegskommunismus, NÖP und einem kurzen Ausblick auf die Entwicklung 1921-89 versuche [...]

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Neue Termine für Umsonstflohmärkte in Karlsruhe

Wie auch im letzten Jahr wird es wieder die Umsonstflohmärkte auf dem Werderplatz geben: Alles für alle und zwar umsonst. Hier können gebrauchte Dinge umsonst mitgenommen und nicht mehr benötigte, aber gebrauchsfähige Sachen vorbeigebracht werden.
Die voraussichtlichen Termine sind die jeweils letzten Sonntage im Mai, Juli, September und November von 12 Uhr bis 17 Uhr auf dem Werderplatz in der Karlsruher Südstadt.
Genauere Infos unter umsonstflohmarkt-ka@riseup.net und auf der Homepage.

15. Mai, Infoveranstaltung zur Demo und Situation der Zelle in Reutlingen

Die Stadtverwaltung Reutlingen will selbstverwaltete Jugend- und Kulturarbeit in Reutlingen unmöglich machen. Über verschiedene Wege versucht die Stadtverwaltung das seit 40 Jahren selbst verwaltete Zentrum Zelle anzugreifen. An diesem Tag werden Aktivist_innen der Zelle über die Aktuelle Situation und die geplante Freiraumdemo am 26.5.2012 (um 15 Uhr am Hbf) berichten.

Beginn: 19:30 Uhr, Viktoriastr. 12 (Hinterhaus)

Infos: http://kulturschock-zelle.de/zelle/ und http://kulturschock-zelle.de/demo

Zur Betriebsinfo #3

Ich habe bereits zur Betriebsinfo #2 einen Artikel geschrieben, der zu einer gewissen Kontroverse geführt hat und mit einem Artikel meinerseits vorerst ihr Ende gefunden hat. Auf diese Kontroverse wird auch im Text Bezug genommen.   Mittlerweile ist die Nummer 3 der Betriebinfo von syndikalismus.wordpress.com erschienen. Und weil ich zur letzten Nummer sehr viel Kritik [...]