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Anarchistisches Netzwerk Südwest gegründet

Gründungserklärung des Anarchistischen Netzwerks Südwest*

Wer sind wir?

Das An­ar­chis­ti­­sche Netz­werk Süd­west* ist ein Zu­­sam­­menschluss von li­­ber­tären bzw. an­ar­chis­ti­­schen Gruppen und Ein­­zel­­per­­sonen aus dem “süd­west­­li­chen” Teil des deutschsprachigen Raumes, also dem Saar­­land, Rhein­­land-Pfalz, Baden-Wür­t­tem­­berg, aber auch aus Ost­­frank­reich und der Nord­schweiz.

Die in diesem Netz­werk tä­tigen Gruppen eint das Ziel, eine so­­li­da­ri­­sche, re­­spek­t­volle, gewalt- und herr­­schafts­freie, also eine eman­­zi­pa­to­ri­­sche Ge­­sell­­schaft auf­­zu­­bauen.

Ein sol­ches Vor­­haben ist in den herr­­schenden Ver­­häl­t­­nissen nicht ohne wei­teres mög­­lich: Im Ka­pi­ta­­lismus stehen nicht die Be­­dür­f­­nisse aller Men­­schen, son­­dern einzig eine nach Profitma­­xi­­mie­rung aus­­ge­rich­tete Ver­­wer­tung aller Le­­bens­­be­reiche im Vor­­­der­­grund.

Um einer be­freiten Ge­­sell­­schaft näher zu kommen, müssen wir auch all­­täg­­liche Herrschaftsver­­häl­t­­nisse und -me­cha­­nismen wie Ras­­sismus, Se­­xismus und An­ti­­se­­mi­tismus und die Verflechtung von Staat, Na­tion und Ka­pital ge­­meinsam re­flek­tieren, ana­­ly­­sieren, kritisieren und letz­t­en­d­­lich als Ganzes über­­winden. Dabei bleiben wir nicht bei der Forderung nach we­­niger Ar­­beit, un­ein­­ge­schränktem Blei­­be­recht, bil­­ligem Wohn­raum oder kostenloser Bildung stehen, son­­dern for­­dern den ge­­sell­­schaft­­li­chen Reichtum für alle.

Was ma­chen wir?

Das Netz­werk bietet die Basis für Ver­­­net­­zung, Aus­tausch, Dis­­kus­­sion, Re­flek­tion, das Zusammen­­kommen mit an­­deren An­ar­chist_innen und die Pla­­nung ge­­mein­­samer Ak­tionen, wie beispiels­­weise Ver­­an­­stal­tung(sreih)en, De­­mons­tra­tionen und Mo­­bi­­li­­sie­rungen. Durch den gemein­­samen Aus­tausch von Er­fah­rungen können wir un­­sere Theorie ver­­tiefen und die Praxis aus­weiten. Die in diesem Netz­werk ver­­­netzten Gruppen bleiben au­tonom. Das Netz­werk betreffende Entschei­­dungen werden auf mo­nat­­li­chen De­le­­gier­ten­treffen und in Rück­­sprache mit den dahinter­ste­henden Gruppen ge­troffen.

Wieso ein Netz­werk?

Wir haben uns be­wusst für ein Netz­werk mit of­­fenem Cha­rakter ent­­schieden, um an­­deren Gruppen und Ein­­zel­­per­­sonen eine leich­tere Teil­habe zu er­mög­­li­chen. In den ver­­­gan­­genen Jahren ist die Zahl an­ar­chis­ti­­scher bzw. li­­ber­tärer Gruppen ge­rade im Süd­westen* stetig gestiegen, eine Ver­­­net­­zung gab es je­­doch nur ver­­ein­­zelt. Auch um be­s­te­hende oder kom­­mende Struk­turen zu mo­ti­vieren, den Auf- und Ausbau dieser so­­li­da­risch zu be­gleiten und Gruppen in “Struk­tur­schwa­chen” Re­­gionen or­­ga­­ni­sa­to­ri­­sche Un­ter­­stüt­­zung zu­­kommen zu lassen, haben wir das An­ar­chis­ti­­sche Netz­werk Süd­west* ge­­gründet.

*Uns ist be­wusst, dass wir uns durch un­­sere Na­­mens­­ge­­bung in ge­wisser Weise räum­­lich und sprach­­lich ein­schränken, was uns als Netz­werk aber hilft, ar­­beits- und ak­ti­­ons­­fähig zu bleiben. Wir streben je­­doch eine Ver­­­net­­zung mit Netz­werken und Gruppen aus an­­deren Regionen an.

An­ar­chis­ti­­sches Netz­werk Süd­west* im Au­­gust 2010

www.a-netz.org

info{at}a-netz.org

Im Anarchistischen Netzwerk Südwest sind Gruppen aus folgenden Städten organisiert:

Freiburg // Mannheim // Ortenau // Karlsruhe // Saarbrücken // Neustadt (Wstr.) // Ludwigsburg // Stuttgart

Zur Erinnerung an Horst Stowasser (7. Januar 1951 – 30. August…



Zur Erinnerung an Horst Stowasser (7. Januar 1951 - 30. August 2009)

Horst Stowasser: Diagnose Kapitalismus - Therapie Anarchie

Über Kapitalismus als Krise und libertäre Auswege aus derselben. [Download]

We don’t need government

We don’t need government
We need utilities.

Air, water, energy
Travel and communication means
Food and shelter.

We have no need for imaginary mountain ranges
Between separate nations.

We can make tunnels through the real ones.

Nor do we have any need for the continuing division of people
Into those who have what they need
And those who don’t.

Both Fuller and Marshal McLuhan
Knew, furthermore
That work is now obsolete.
We have invented machines to do it for us.

Now that we have no need to do anything
What shall we do?

Looking at Fuller’s geodesic world map
We see that the Earth is a single island, Oahu.
We must give all the people all they need to live
In any way they wish.

Our present laws protect the rich from the poor.

If there are to be laws, we need ones that
Begin with the acceptance of poverty as a way of life.

We must make the world safe for poverty Without dependence on government.

- John Cage

Libertäre Termine

Die Termine hier werden regelmäßig aktualisiert, also öfter reinschauen lohnt sich! Und nicht abschrecken lassen, wenn mal der Terminpost ganz am Anfang steht. :)

August 

September

 

    • 14.- 17.10. “Wir haben in der Nacht auf den …” -Tage in Freiburg, mehr Infos unter: kontrollverlust.blogsprt.de

    Weitere linke Termine in Karlsruhe sind auch auf dem neu eingerichteten Karlsruher Linken Kalender zu finden.

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    Das SNAFU-Prinzip: Wie Hierarchien Kommunikation verhindern ein…



    Das SNAFU-Prinzip: Wie Hierarchien Kommunikation verhindern

    ein Vortrag von classless Kulla, Vertreter des diskordianischen Kommunismus, auf der SIGINT 2009

    [Download]

    This week the German government generously announced plans to…



    This week the German government generously announced plans to legalize medical cannabis - a very small improvement, considering that there has never been a good reason for criminalizing cannabis in the first place. Listen to Noam Chomsky giving some interesting facts on the criminalization of marijuana in the US:

    “There has never been a medical reason for criminalizing marijuana. […] Very commonly, substances are criminalized because they’re associated with which were called the dangerous classes - you know, poor people, working people.”

    Aufruf der Autonomen Antifa Karlsruhe zum 21.08.2010

    Rudolf Heß -Gedenkmarsch in Karlsruhe verhindern!


    Am 21.08.2010 wollen Neonazis der „Freien Kräfte Karlsruhe“ zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder eine Demonstration durchführen. Unter dem Motto „Trotz §130 – Mord bleibt Mord“ wollen sie sich um 12 Uhr am Gottesauer Platz versammeln. Der §130 des Strafgesetzbuches behandelt den Tatbestand der Volksverhetzung. In der Vergangenheit diente er dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe dazu, die Rudolf Heß – Gedenkmärsche in Wunsiedel zu verbieten. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karlsruhe als Versammlungsort  gewählt.  In ihrem Aufruf beziehen sich die Neonazis auf den §130 des Ordnungswidrigkeitengesetzes, der sich mit der Verletzung der Aufsichtspflicht in Betrieben und Unternehmen befasst. Unter diesem Deckmantel versuchen sie, einem Verbot des geplanten  „Rudolf-Heß-Gedenkmarsches“ entgegenzuwirken.  Für uns ist jedoch offensichtlich, dass ihre wirklichen Ziele andere sind. Schon bei den vorangegangenen Rudolf-Heß-Gedenkmärschen fand die Floskel „Mord bleibt Mord“ häufige Verwendung.

    Bedeutung des Rudolf Heß- Gedenkmarsches
    Mit seinem Tod  am 17. August 1987 erlangte Rudolf Heß als „Märtyrer“ eine zentrale Bedeutung für die neonazistische Bewegung. Von diesem Jahr an nahmen Neonazis Rudolf Heß als Anlass für ihre Aufmärsche. In den Jahren 2001 bis 2004 fanden die Aufmärsche in Wunsiedel, dem Ort seiner Begräbnisstätte statt. Bei diesen Aufmärschen kamen tausende Faschisten und Altnazis zusammen, wodurch der Rudolf-Heß- Gedenkmarsch zu einem der wichtigsten Ereignisse überhaupt für die europäische Rechte wurde. Diese Zusammenkunft von Neonazis aus ganz Europa diente ihnen zur länderübergreifenden Vernetzung. Im Jahre 2005 gelang es zum ersten Mal, eine starke antifaschistische Gegendemonstration in Wunsiedel durchzuführen. Gleichzeitig wurde der Aufmarsch der Neonazis vom Bundesverfassungsgericht Karlsruhe verboten.  Die Neonazis meldeten immer wieder Demonstrationen in Wunsiedel an aber scheiterten vorm Bundesverfassungsgericht. Auch in diesem Jahr scheint der Heß–Gedenkmarsch von weitreichender Bedeutung zu sein, betrachtet man die Redner– und UnterstützerInnen–Liste.  Es ist folglich mit einer großen TeilnehmerInnenzahl zu rechnen, die sich aus dem gesamten Bundesgebiet, sowie dem benachbarten Ausland zusammensetzt.

    Freie Kräfte Karlsruhe (FKK)
    Als Anmelder der Demonstration tritt ein Personenkreis in Erscheinung, der sich  als „Freie Kräfte Karlsruhe “ bezeichnet. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um Personen des „Karlsruher Netzwerkes“ handelt. Dieses sieht sich in der Tradition der “Karlsruher Kameradschaft”, eine der bundesweit ältesten und bedeutendsten Kameradschaften. Diese war nach jahrelanger Aktivität fast vollständig von der Bildfläche verschwunden und wird nun zunehmend von einer jungen Neonazigeneration ersetzt, die sich in ihrem Auftreten stark an den “Autonomen Nationalisten” orientieren. Zwar erreichen sie im Bezug auf ihre Aktivitäten bei weitem nicht die Stärke der ehemaligen Karlsruher Kameradschaft, treten aber dennoch besonders gewalttätig bei Demonstrationen und Angriffen auf Veranstaltungen in Baden Württemberg auf. Bei einem Angriff auf TeilnehmerInnen einer Infoveranstaltung über Rechtsextremismus in Aalen etwa waren Mitglieder des Karlsruher Netzwerkes wie Kai Heller maßgeblich beteiligt.
    Bei dem Versuch der Etablierung eines NPD Zentrums in Karlsruhe-Durlach tat sich das Karlsruher Netzwerk vor allem durch die Einschüchterung politischer GegnerInnen hervor.


    Nazizentrum in Rheinmünster/Söllingen
    Seit März dieses Jahres hat sich in Rheinmünster/Söllingen, einer Gemeinde, ca. 40Km von Karlsruhe entfernt, ein Nazizentrum etabliert. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen, sowie Konzerte mit namhaften Rechtsrockbands statt, die von teilweise bis zu 350 Neonazis, sowohl aus dem In– als auch aus dem Ausland besucht werden.  Es ist davon auszugehen, dass die Nazis mit den Einnahmen aus diesen Konzerten ihre gegenwärtige Materialschlacht finanzieren.

    Kreativität ist gefragt…
    Es gilt also an diesem Tag, alle verfügbaren Mittel aufzubieten, um den Naziaufmarsch zu verhindern. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Karlsruhe (AAKA) mobilisiert  deshalb für 10 Uhr zu einer Kundgebung am Durlacher Tor. Gemeinsam werden wir an diesem Tag ein Zeichen gegen Faschismus und Nationalismus setzen!

    Keinen  Heß–Gedenkmarsch in Karlsruhe und anderswo!
    Für eine starke antifaschistische Bewegung!
    Kein Fußbreit den Faschisten!

    Autonome Antifa Karlsruhe (AAK)
    http://antifaka.blogsport.de
    karlsruhe(ät)autonome-antifa.org


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    Nazidemo in Ludwigshafen verhindern!

    Neonazis haben in Ludwigshafen eine Demonstration unter dem Motto “NORMAL IST ANDERS ! FÜR DIE TRADITIONELLE DEUTSCHE FAMILIE ! GEGEN GENDERMAINSTEAM !” gegen den CSD angekündigt. Bereits in ihrem Aufruf hetzen sie offen gegen alternative Lebensformen und versuchen sich im selben Atemzug als RetterInnen der Gesellschaft in Szene zu setzen.

    Deshalb gilt es am Sa. 14. August in Ludwigshafen ab ca. 10 Uhr in LU-Süd und Mitte die angekündigten antifaschistischen Proteste zu unterstützen und die Nazidemo zu verhindern!

    Mehr zu genauen Treffpunkten, Struktur, EA- und Infotelefon-Nummer demnächst auf der Seite des Ak Antifa Mannheim.

    Infos:

    Ak Antifa Mannheim

    ag UFO

    Antifaschistische Jugend Ludwigshafen/ Mannheim

    Hess-Gedenkmarsch am 21. August in Karlsruhe verhindern!

    Zum ersten Mal seit fünf Jahren wollen Neonazis wieder in der Karlsruher Innenstadt aufmarschieren. Anlass ist der Todestag von Rudolf Heß, dem damaligen Stellvertreter Adolf Hitlers. Bis 2005 pilgerten mehrere tausend Neonazis Mitte August regelmäßig ins bayrische Wunsiedel, dem Ort an dem Heß begraben liegt. Erst 2009 fällte das Bundesverfassungsgericht das letztinstanzliche Urteil, um diese „Gedenkmärsche“ zu verbieten. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karlsruhe als Aufmarschort für den 21. August gewählt.
     

    Treffpunkte für antifaschistische Gegenaktivitäten


    - 10h Kundgebung am Durlacher Tor und
    - 10h Mahnwache vor der Lutherkirche (Gottesauer Platz)

    Die Nazis wollen sich um 12 Uhr auf dem Gottesauer Platz versammeln.

    Ort und Zeit können sich noch ändern! Aktuelle Infos: www.antifaka.blogsport.de und www.antifa-buendnis-ka.de

    Ralf Dreis: Staatsbankrott in Griechenland – Teil 1: Vortrag [49…



    Ralf Dreis: Staatsbankrott in Griechenland - Teil 1: Vortrag [49 min]

    Aufzeichnung vom 14. Juli 2010 in Karlsruhe [Download]

    Über das Sparprogramm, Streiks und Widerstand, die anarchistische Bewegung und die politischen Entwicklungen und Perspektiven berichtet Ralf Dreis, langjähriger Griechenlandkorrespondent für diverse linke und anarchistische Zeitungen. Er arbeitet als Griechisch-Übersetzer, pendelt zwischen Deutschland und Griechenland und ist Mitglied der FAU-Frankfurt.

    Die Ermordung des 15-jährigen Schülers Aléxandros Grigorópoulos durch Polizeibeamte in Athen hatte im Dezember 2008 zu einem beispiellosen sozialen Aufstand in Griechenland geführt. Heute, anderthalb Jahre danach, hat sich die Lage auf den verschiedensten Ebenen dramatisch zugespitzt.
    Klandestine Organisationen propagieren die Aufnahme des bewaffneten Kampfes, der Athener Szenestadtteil Exárchia befindet sich faktisch unter Polizeibesatzung, Anschläge faschistischer/ parastaatlicher Gruppen auf MigrantInnen, besetzte Häuser, anarchistische Treffpunkte haben erschreckende Dimensionen erreicht. Das Land ist politisch gespalten und befindet sich am Rande des wirtschaftlichen Abgrunds.

    „Die Griechen“, so das in den bürgerlichen Medien vermittelte Bild, sind korrupt und faul, haben jahrzehntelang über ihre Verhältnisse gelebt, um danach ausgeruht mit 50 in Frührente zu gehen. In Erwartung rettender deutscher Steuergelder besitzen sie jetzt die Frechheit gegen dringend gebotene Lohnkürzungen zu streiken.
    Das ressentimentgeladene Rauschen im deutschen Blätterwald ist die Begleitmusik zur knallharten Durchsetzung des Stabilitäts- und Wachstums­paktes in der Europäischen Union. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik steht das Land quasi unter Zwangsverwaltung. Denn in der EU-Kommission geht die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone um. Nicht nur die griechische Schuldenkrise gefährdet die Stabilität der Gemeinschaftswährung, sondern der als Domino-Effekt befürchtete Bankrott in weiteren Mitgliedstaaten.
    Ein radikales Sparpaket wurde Anfang März verabschiedet. Das Schuldendefizit soll vor allem durch Sozialabbau, Lohn-, und Rentenkürzungen gedrückt werden.

    Die Veranstaltung war eine Kooperation des Rosa-Luxemburg Clubs Rhein-Neckar-Karlsruhe und der Libertären Gruppe Karlsuhe.

    Teil 2: Fragen >